ALM102U-ALMANCA II
Ünite 4: Wie Geht Es Weiter?
Wie Geht Es Weiter?
Kommunikative Lernziele:
• Mitteilungen aus der Schule verstehen • in einem Gespräch zustimmen, widersprechen, nachfragen • Sprecherwechsel organisieren • über die eigene Sprachenbiografie sprechen • über berufliche Pläne sprechen • sich in einem kurzen Schreiben bewerben • einen tabellarischen Lebenslauf schreiben • auf eine Stellenanzeige anrufen • Berufswünsche angeben
Wortschatz und Strukturen:
• Schultypen und Schulabschlüsse • Demonstrativartikel dieser, dieses, diese • wenn-Satz • Verben mit Präposition: sich interessieren für, sich bewerben bei, … • werden + Nomen • phonetische Mittel für überzeugende Sprechweise: Akzentuierung, Melodisierung, Stimmklang
Schulen in Deutschland
Grundschule:
• mindestens 4 Jahre • Pflicht für alle Schüler(innen).
Hauptschule:
• 9 Jahre/9+1 Jahre • Hauptschulabschluss • hauptsächlich handwerkliche Ausbildungsberufe
Realschule:
• 10 Jahre • Realschulabschluss • (fast) alle Ausbildungsberufe
Gymnasium:
• 13 bzw. 12 Jahre • Abitur/allgemeine Hochschulreife • alle Ausbildungsberufe Zugang zu Universitäten
Gesamtschule:
• 10 oder 13 Jahre • Hauptschul-/Realschulabschluss/Abitur • abhängig vom Abschluss
Schultypen In Deutschland
Hauptschule: Diese Schule dauert 5–6 Jahre und ermöglicht praktische Ausbildungen. Grundschule: An dieser Schule lernen alle Schüler die ersten vier Jahre
zusammen. Abitur: Dieser Schultyp führt zum Abitur. Danach kann man studieren. Realschule: Bei diesem Schultyp erreicht man nach 6 Jahren den mittleren Schulabschluss. Gesamtschule: Diese Schulform bietet nach der Grundschule gemeinsamen Unterricht und gleichzeitig individuelle Förderung in Kursen.
Demonstrativartikel
Diese Schule führt zum Abitur. An dieser Schule lernen alle Kinder zusammen. Bei diesem Schultyp erreicht man den mittleren Schulabschluss.
In einem Gespräch zustimmen, widersprechen, nachfragen
Wie meinen Sie das?
Zustimmen:
1. Das finde ich auch 2. Da haben Sie Recht 3. Genau 4. Das stimmt
Widersprechen:
1. Entschuldigen Sie bitte, aber … 2. Nein, das stimmt nicht. 3. So ein Unsinn! 4. Na ja, ich sehe das ein bisschen anders.
Nachfragen:
1. Wie meinen Sie das? 2. Das müssen Sie mir genauer erklären. 3. Habe ich Sie richtig verstanden? 4. Wirklich?
Wer darf sprechen?
Sprecherwechsel:
A: Sag mal, was hast du eigentlich in der Ukraine studiert?
B: Wirtschaft. Und ich war schon mit 22 fertig mit dem Studium, stell dir vor!
A: Wie das? War dein Studium so kurz?
B: Nein, nein, aber die Schule war kurz. Ich war 10 Jahre auf der Mittelschule und dann bin ich mit 16 auf die Universität gegangen.
A: Ist die Mittelschule dann wie bei uns die Realschule?
B: Bei uns waren früher alle 10 Jahre auf der Mittelschule. Und für ein Studium musste man eine Prüfung direkt an der Universität machen.
A: Also die Prüfung war dann wie das Abitur?
B: Ja, genau, meine Uniprüfung entspricht dem deutschen Abitur.
A: Das ist ja interessant!
Mehrsprachigkeit weltweit
Die Zwei-und Mehrsprachigkeit ist so alt wie die Menschheit, denn zu allen Zeiten kamen immer Menschen aus verschiedenen Kulturen und Sprachen zusammen. 70 % der Menschen sprechen täglich mehr als eine Sprache und über 50 % der Kinder auf dieser Welt sprechen in der Schule eine andere Sprache als zu Hause. Etwa 20 % der Grundschulkinder wachsen in der Bundesrepublik Deutschland mehrsprachig auf, weil sie eine andere Herkunftssprache als die deutsche Sprache haben; in einigen Regionen sind es 40 %, 50 % oder gar 60 %!
1. 70 Prozent der Menschen weltweit sind mehrsprachig. 2. 50 Prozent der Schulkinder weltweit sind mehrsprachig. 3. 20 Prozent der Kinder in Deutschland sind mehrsprachig, in manchen Regionen sogar 40 bis 60 Prozent.
Sprache – eine Schaukel in eine andere Welt
Lesen Sie die persönlichen Berichte von Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern am Fortbildungszentrum bfz in München.
• Wo ist er/sie geboren? • Wann ist er/sie nach Deutschland gekommen? • Wo hat er/sie Deutsch gelernt? • Was ist seine/ihre Muttersprache? • Welche Sprache(n) spricht er/sie noch? • Mit wem/in welchen Situationen spricht er/sie Deutsch/die Muttersprache? • Was macht die Person auf Deutsch und was in der Muttersprache?
Wenn …, dann …
1. Wenn wir schnell genug geredet haben, konnte unsere Mutter uns nicht verstehen. 2. Wenn mir manchmal die russischen Wörter fehlen, dann greife ich aufs Deutsche zurück und umgekehrt. 3. Manchmal verwechsle ich in Stresssituationen eine Sprache mit der anderen, wenn ich bei der Arbeit etwas übersetzen muss. 4. Wenn ich über Erziehung und Schule spreche, fallen mir nur deutsche Wörter ein. 5. Heute benutze ich meine Muttersprache, wenn ich mich mit meinen Freunden oder meinen Eltern unterhalte. 6. Wenn ich sehr müde bin, dann spreche ich lieber Italienisch.
wenn-Satz
• Wenn ich schimpfe, spreche ich nie Deutsch. • Ich benutze meine Muttersprache, wenn ich mit meinen Kindern spreche. • Wenn ich über die Arbeit spreche, dann fallen mir viele deutsche Wörter ein.
Berufliche Pläne
Wofür interessiert sich Svenja? Wo möchte sie sich einschreiben? Svenja Minten: Physik war schon in der Schule mein Lieblingsfach und jetzt möchte ich mich an der Freien Universität Berlin für Physik einschreiben. Ich interessiere mich besonders für Umwelttechnik. Am liebsten würde ich später mal im Max-Planck-Institut arbeiten.
Wovon träumt Philipp? Wo hat er sich beworben? Philipp Hofmeister: Letztes Jahr habe ich meinen Hauptschulabschluss gemacht und mache zurzeit ein Praktikum in einem Frisörsalon. Danach möchte ich eine Ausbildung als Visagist/Maskenbildner machen. Ich träume von einem Job beim Theater und habe mich schon bei einigen Häusern beworben.
Wofür hat sich Paula angemeldet? Worauf freut sie sich? Paula Schütz: Ich bin eigentlich Verkäuferin, aber ich kann in diesem Beruf nicht mehr arbeiten, weil ich jetzt Familie habe und die flexiblen Arbeitszeiten nicht passen. Ich habe mich jetzt für eine Umschulung als Kinderpflegerin angemeldet und möchte später gerne im Kindergarten arbeiten. Ich freue mich schon auf das Lernen!
Verben mit Präposition
sich interessieren für + A
Wofür interessieren Sie sich?
Ich interessiere mich für Technik.
träumen von + D
Wovon träumt ihr?
Wir träumen von einem Job beim Film.
sich bewerben bei + D (um + A)
Bei wem hast du dich beworben?
Ich habe mich beim Personalleiter beworben.
Ich möchte mich bewerben
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe mit großem Interesse Ihre Anzeige vom 12.4. im Tagesblatt gelesen und bewerbe mich um die Stelle als Konditor.
Seit 10 Jahren arbeite ich als Konditor in einer Familienbäckerei. Mein Arbeitsstil ist kreativ und meine Rezepte sind international. Ich bin immer freundlich, auch in Stresssituationen.
Sehr gerne würde ich Ihre hervorragende Konditorei mit meiner Arbeit unterstützen.
Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch freue ich mich sehr.
Mit freundlichen Grüßen
Nils Björnsson
Anhang: Lebenslauf, Zeugnisse
Ein tabellarischer Lebenslauf
Persönliche Daten
Name: Nils Björnsson
Wohnort: Reiterweg 2, 14469 Potsdam
Telefon: 0331 98769, 0178 652309
E-Mail: [email protected]
Geburtsdatum und –ort: geboren am 22.11.1978 in Landskrona, Schweden
Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
Berufserfahrung
seit 04/2001: Konditor beim Café zum Dom, Köln
10/1997 – 03/2001: Konditor bei Isler, Stockholm
Fortbildung
01/2006 – 04/2006: Fortbildung: internationale Torten, Hotel Adlon, Berlin
05/1996: Fortbildung: kreative Hochzeitstorten, Hotel Hilton, Stockholm
Schul-und Ausbildung
09/1994 – 07/1997: Ausbildung mit Abschluss als Konditor in Stockholm, Schweden
09/1984 – 07/1994: allgemein bildende Schule mit mittlerem Schulabschluss in Landskrona, Schweden
Weitere Kenntnisse
Führerschein Klasse B
Sprachkenntnisse: Schwedisch (Muttersprache) Deutsch und Englisch (sehr gut)
Hobbys und Interessen
Singen in einem schwedischen Chor, Wandern
Das Verb werden: den Berufswunsch angeben
Ich werde Bäcker.
Wirst du Köchin?
Max wird Pilot.
Wir werden Automechaniker.
Ihr werdet Arzt.
Werden sie auch Arzt?
Was werden Sie?